Wenig zauberhaft: Zuschauer verletzt sich bei Copperfield-Show und fordert mehrere Millionen Dollar Schadensersatz

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David Copperfield gilt als einer der erfolgreichsten und größten Magier der Zeitgeschichte. Seine Shows werden jährlich von Millionen Zuschauern live gesehen. Dabei führt Copperfield auch den einen oder anderen Trick mit Zuschauern vor.
Einer der wohl bekanntesten und erstaunlichsten Zuschauertricks ist „Thirteen“: mittels riesiger Plastikbälle, die wahllos im Publikum hin- und hergeworfen werden, wählt Copperfield willkürlich 13 Zuschauer aus, die auf einer kleinen Tribüne auf der Showbühne Platz nehmen. Nachdem sie mit einem Vorhang verhüllt werden, sind sie nur kurze Zeit später von der Bühne verschwunden und tauchen irgendwo im Publikum wieder auf. Pompös. Beeindruckend. Verzaubernd.
Für einen der Zuschauer war dieser Trick jedoch alles andere als magisch.

Während der Durchführung des Tricks, bei dem die Zuschauer unbemerkt die Bühne verlassen und durch einen Gang zu einem anderen Ort in der Halle laufen müssen, stürzte der Zuschauer unglücklich und verletzte sich derart schwer, dass er arbeitsunfähig wurde und nunmehr seine Ersparnisse aufbrauchen musste, um Behandlungskosten und das Leben zu finanzieren.

Anlass für eine Millionen-Dollar-Schadensersatzklage. Der Zuschauer trägt dabei vor, dass der Gang nur dürftig beleuchtet und sehr eng gewesen sei. Copperfields Assistenten hätten vorab nur gefragt „Können sie rennen?“, weitere Sicherheitsvorkehrungen oder Anweisungen habe es nicht gegeben.

Ein US-Gericht wird nun klären müssen, ob und in welchem Umfang Copperfield und das Hotel (als Veranstalter) verantwortlich sind für den Sturz. Denn die Verantwortung läge nur bei ihnen, wenn sie zumutbare und notwendige Vorkehrungen getroffen hätten, um den Unfall zu verhindern. Ob der Gang also tatsächlich nicht ausreichend beleuchtet war und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen waren, wird der Prozess zeigen.

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